Vereinheitlichte Lösungen



Was ist Lawful Interception?
Unter rechtmäßiger Überwachung versteht man die gesetzlich genehmigte Überwachung der Telekommunikation - einschließlich Sprachanrufe, Nachrichtenübermittlung, E-Mail und Internetverkehr - durch Strafverfolgungsbehörden und Nachrichtendienste unter gerichtlicher oder staatlicher Aufsicht. Betreiber und Diensteanbieter sind durch nationale und internationale Rechtsvorschriften verpflichtet, ihre Netze mit technischen Funktionen auszustatten, die es autorisierten Behörden ermöglichen, auf bestimmte Kommunikationen in Echtzeit oder im Nachhinein zuzugreifen und gleichzeitig die Privatsphäre aller anderen Nutzer zu schützen.
Der Abhörprozess umfasst in der Regel drei funktionale Elemente: eine interne Abhörfunktion innerhalb des Netzes des Betreibers, die den Zielverkehr isoliert, eine Vermittlungs- und Übermittlungsfunktion, die die abgehörten Daten gemäß standardisierten Übergabeschnittstellen formatiert, und eine Überwachungseinrichtung für die Strafverfolgung, die die übermittelten Informationen empfängt und verarbeitet. In Europa werden diese Schnittstellen vom Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) in Normen wie ETSI TS 102 232 für IP-basierte Dienste und ETSI TS 103 707 für Over-the-Top (OTT)-Kommunikationsdienste definiert.

Das rechtliche Umfeld für rechtmäßiges Abhören
Telekommunikationsanbieter in der gesamten Europäischen Union und darüber hinaus arbeiten innerhalb eines komplexen und sich weiterentwickelnden Rechtsrahmens, der rechtmäßige Abhörmöglichkeiten vorschreibt. In der EU schreibt der Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation (Richtlinie 2018/1972) allen Anbietern elektronischer Kommunikationsdienste - einschließlich traditioneller Telekommunikationsunternehmen, VoIP-Betreibern und zunehmend auch OTT-Messaging-Plattformen - vor, eine autorisierte Überwachung zu ermöglichen. Nationale Gesetze wie das deutsche Telekommunikationsgesetz (TKG) und die Technische Richtlinie TR TKÜV setzen diese Verpflichtungen in präzise technische und betriebliche Anforderungen um.
Neben der Überwachung ermöglicht die EU-Verordnung über elektronische Beweismittel (EU) 2023/1543 nun auch den grenzüberschreitenden Zugang zu elektronischen Beweismitteln durch europäische Produktions- und Aufbewahrungsanordnungen, während nationale Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung - wie die deutsche Vorratsdatenspeicherung und die Quick-Freeze-Gesetzgebung - zusätzliche Verpflichtungen in Bezug auf die Speicherung und Offenlegung von Kommunikationsmetadaten auferlegen. ETSI-Normen wie TS 102 232, TS 102 657, TS 103 707 und TR 103 854 definieren die technischen Übergabeschnittstellen, die die Interoperabilität zwischen Betreibernetzen und Strafverfolgungssystemen in verschiedenen Rechtsordnungen gewährleisten.
ETSI TS 102 232
Der zentrale Übergabestandard für die IP-basierte rechtmäßige Überwachung, der festlegt, wie abgefangene Inhalte und Metadaten von Festnetz-, Mobilfunk- und Breitbanddiensten an die Strafverfolgungsbehörden übermittelt werden.
ETSI TS 103 707
Erweitert den Abhörrahmen auf OTT-Kommunikationsdienste wie WhatsApp, Microsoft Teams und Telegram, um die besonderen Herausforderungen von Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messaging-Plattformen zu bewältigen.
EU-Verordnung über den elektronischen Nachweis (e-Evidence)
Die Verordnung (EU) 2023/1543 ermöglicht den grenzüberschreitenden Zugang zu elektronischen Beweismitteln durch Europäische Herstellungsanordnungen und Aufbewahrungsanordnungen mit verbindlichen Einhaltungsfristen ab August 2026.

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Warum ICS?


