





Häufig gestellte Fragen - Rechtmäßiges Abhören
Antworten auf die häufigsten Fragen zu gesetzlichen Abhörpflichten, ETSI-Normen, Einführungsfristen und ICS-Zertifizierungen.
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Rechtlicher Rahmen für rechtmäßige Abhörmaßnahmen in Europa
Die rechtmäßige Überwachung (Lawful Interception, LI) ist in den meisten Ländern der Welt eine gesetzliche Verpflichtung für Telekommunikationsbetreiber und Diensteanbieter. In der Europäischen Union wird der Rahmen in erster Linie durch die nationalen Umsetzungen des EU-Kodex für die elektronische Kommunikation und der Richtlinie 2006/24/EG zur Vorratsdatenspeicherung sowie durch länderspezifische Gesetze definiert. In Deutschland legen §108 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) und die Technische Richtlinie zur Umsetzung gesetzlicher Maßnahmen zur Überwachung der Telekommunikation (TR TKÜV) die genauen technischen und organisatorischen Anforderungen an die Abhörfähigkeit fest.
Technisch gesehen sind die europäischen LI-Implementierungen durch ETSI genormt. Die Reihe ETSI TS 102 232 definiert die Architektur der Übergabeschnittstelle (HI) einschließlich HI1 (Verwaltung), HI2 (abfangbezogene Informationen / IRI) und HI3 (Kommunikationsinhalt / CC). Weitere Normen befassen sich mit OTT- und Webdiensten (ETSI TS 103 707), der Offenlegung auf Vorrat gespeicherter Daten (ETSI TS 102 657), fahrzeugbezogener Kommunikation (ETSI TR 103 854) und der Überwachung von Mobilfunknetzen für 5G und IMS (3GPP TS 33.106, 33.107, 33.108).
Das Versäumnis, eine gesetzeskonforme Abhörfähigkeit aufrechtzuerhalten, kann zu erheblichen Bußgeldern der Bundesnetzagentur, zum Entzug von Betriebsgenehmigungen und zur Schädigung des Rufs führen. ICS unterstützt Unternehmen bei der effizienten Implementierung und Zertifizierung ihrer LI-Infrastruktur und reduziert durch bewährte, modulare Plattformarchitekturen die Zeit bis zur Konformität und den laufenden Betriebsaufwand.



